Das Sterben der Erlenzeisige
Erlenzeisige sind in Bayern eher selten. Doch in diesem Winter wurden sehr viele gesichtet, die vermutlich aus Skandinavien kommend auf dem Weg in den Süden vor den Alpen Halt gemacht haben. In den letzten Wochen wurden dem Vogelschutzbund im Großraum München hunderte kranker oder toter Erlenzeisige gemeldet. Daraufhin hat der Verband einige tote Tiere in der Vogelklinik Oberschleißheim untersuchen lassen: Allesamt waren sie mit Salmonellen infiziert und sind mit hoher Wahrscheinlichkeit daran auch gestorben. Der Vogelschutzbund gibt Tipps zum richtigen Verhalten bei der Winterfütterung von Vögeln.
Das Gefieder des Vogels ist meist stark aufgeplustert. Kranke Tiere wirken matt, apathisch und schlafen sogar tagsüber. Die Vögel atmen teilweise schwer. Manche führen trockene Würgebewegungen aus, andere öffnen und schließen immer wieder den Schnabel – bis zum letzten Atemzug. Man kann ihnen nicht helfen. Denn befallene Wildvögel können nicht behandelt werden. Allerdings kann man mit folgenden fünf Sofortmaßnahmen dafür sorgen, dass künftig so wenig Vögel wie möglich infiziert werden:
- Entfernen Sie alle Trinkgefäße im Freien und decken Sie eisfreie Stellen an Teichen zu.
- Waschen Sie alle Trink- und Futtergefäße mit mindestens 80 Grad heißem Wasser aus, um die Keime abzutöten. Alternativ können Sie auch mit Schmierseife reinigen. Die Gefäße sollten mindestens einen Tag lang austrocknen. Säubern Sie auch den Bereich unterhalb der Futterstelle.
- Reinigen Sie auch die Vogelnistkästen. Diese nutzen Vögel zum Übernachten und verkoten sie zuweilen.
- Wenn Sie tote Vögel finden, werfen Sie diese möglichst bald in die Mülltonne.
- Verwenden Sie Einmalhandschuhe, damit sich die Erreger nicht weiter ausbreiten.
Salmonellenerkrankungen werden über den Vogelkot übertragen. Und obwohl Vögel regelmäßig Träger und Ausscheider von Infektionserregern sind, sind Übertragungen auf Menschen äußerst selten. Werden die Hygienegrundsätze (Tragen von Einmalhandschuhen beim Reinigen) beachtet, besteht im Umgang mit wildlebenden Vögeln kein besonderes gesundheitliches Risiko, sagt der Vogelschutzbund.
An Futter- und Trinkstellen ist die Gefahr der Krankheitsübertragung unter den Vögeln besonders groß. Ein Futterhäuschen, bei dem viel Futter auf den Boden fallen kann oder das im Fressbereich verkotet ist, sollte man deshalb nicht mehr verwenden und austauschen. Moderne Futterhäuschen haben einen Futterspender, der nur so viel Futter abgibt, wie der Vogel frisst. Am Boden liegendes Futter wird von einigen Vögeln ebenfalls gefressen, selbst wenn es verkotet ist. Aus dem Grund sollte man regelmäßig die Futterstelle und den darunter liegenden Erdboden säubern.
Für die Fütterung empfiehlt der Vogelschutzbund:
- Verwenden Sie für die Vogelfütterung vor allem Futtersäckchen, -glocken, -säulen und -automaten.
- Verwenden Sie von Vogelschutzverbänden zertifiziertes Futter und füttern Sie maßvoll.
- Verfüttern Sie keine Speise- und Brotreste und legen Äpfel nur im Ganzen aus.
- Das Futter im Futterhaus sollte nicht nass oder feucht werden können.
- Mehrere kleine Futterstellen sind besser als eine große.
- Füttern Sie nur bei Dauerfrost, bei Eisregen oder geschlossener Schneedecke.
- Stellen sie zu Beginn des Frühjahrs die Fütterung langsam ein.
- Verzichten Sie bei warmer Witterung auf die Fütterung, weil sich dann Krankheitserreger wie Salmonellen explosionsartig vermehren.
- Streuen Sie kein Futter auf den Boden, dort kann es sich mit Vogelkot vermischen.
- Reinigen Sie jährlich im Spätherbst die Vogelnistkästen, um die Übertragung von Krankheitserregern wie Bakterien, Parasiten und Pilzen zu unterbrechen.
Und der Langzeit-Tipp: Legen sie einen naturnahen Garten mit heimische Pflanzen an. Er liefert den heimischen Vogelarten auch im Winter reichlich Lebensraum und Nahrung. Das sind einerseits die Früchte verschiedener Gehölze wie Eberesche, Holunder, Hartriegel, Hagebutte, Weißdorn, Schlehe, Pfaffenhütchen, Schneeball und Kornelkische. In einem naturnahen Garten leben aber auch Insekten, deren Eier und Larven in und unter der Rinde alter Bäume und in hohlen Pflanzenstängeln überwintern. Bäume und Sträucher sollten daher stets erst am Ende des Winters zurückgeschnitten werden. Altgras, Stauden, dürre Blumenstängel und Disteln sollte man ebenfalls bis Ende des Winters stehen lassen. Denn darin finden die Vögel reichlich Insektenlarven. Pflanzen, die Samen produzieren, sind bei Finken und Körnerfressern sehr beliebt, ebenso samentragende Kräuter und Gräser. Lassen Sie diese Samenstände daher ebenfalls stehen.
- zusätzliche Informationen:
- Winterfütterung: Tipps vom Vogelschutzbund
Neue Regelungen zur Ausschreibung kommunaler Aufträge
17. Januar 2012
Kostenlos: Neues MVV-Fahrplanheft
13. Dezember 2011
Neue Broschüre: Mit Holz richtig heizen
6. Dezember 2011
EHEC-Untersuchungen abgeschlossen
29. November 2011
Lernpsychologische Förderkurse für Schüler
25. November 2011
Kostenlose Broschüre: Kinder vor Vergiftungen schützen
17. Oktober 2011
Finger weg von Fledermaus-Wochenstuben
13. Oktober 2011
Keine Werbung bitte!
11. Oktober 2011
35-jähriger Vaterstettener wird beim Online-Banking betrogen
22. September 2011
Was macht eigentlich ein „Klassenpate“?
15. September 2011
Autofahren wird immer teurer
13. September 2011
Kleinkindermilchgetränke sind überflüssig
22. August 2011
Kreisfachberater warnt: Vorsicht bei neuen Eschenpflanzungen
18. August 2011
Gesundheitsbehörde warnt vor Krabbenfleisch
29. Juli 2011
Energiespar-Lampen richtig entsorgen
26. Juli 2011
Enthaarungscreme nicht großflächig auftragen
18. Juli 2011
Was tun gegen Wespen?
11. Juli 2011
Sucht los bei suchtlos-ebe.de
5. Juli 2011
