Immer mehr kaufen im Netz ein
29,5 Millionen Menschen in Deutschland bestellten letztes Jahr von Anfang Januar bis Ende März Waren und Dienstleistungen über das Internet. Das waren mehr als die Hälfte aller Internetnutzer. Frauen kaufen mehr Kleidung, Männer Spielzeug.

Finanzkrise, hohe Mieten und ins Internet abwandernde Käufer machen dem Einzelhandel zu schaffen. Die Folge: Immer wieder stehen Läden leer, oft auch über einen längeren Zeitraum
Seit Jahren steigt die Zahl der Personen, die über das Internet einkaufen: 2009 gegenüber 2008 allein um knapp zwei Millionen. Insgesamt haben fast 30 Millionen Bürger im ersten Quartal letzten Jahres über das Internet Einkäufe erledigt, teilt das Statistische Bundesamt zum Weltverbrauchertag am 15. März mit.
55 Prozent aller Internetnutzer, die in dem Zeitraum einen Internetzugang hatten, nutzten diese Art des Einkaufs. Dabei haben die Frauen mittlerweile zu den Männern aufgeschlossen: 54 Prozent Käuferinnen stehen 55 Prozent Käufer gegenüber. Männer und Frauen kaufen allerdings anders: Während Frauen ihr Geld eher für Kleidung oder Sportartikel ausgeben, ist bei Computersoftware, Software für Videospiele und Computer-Hardware der männliche Käuferanteil mehr als doppelt bis zu dreimal so hoch. Einige Produkte wurden von Männern wie Frauen ähnlich häufig online erworben. Dazu zählten insbesondere Bahn-, Flug- oder Bustickets für Urlaubsreisen, das Buchen von Urlaubsunterkünften sowie Eintrittskarten für Veranstaltungen.
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