17 Prozent weniger Gewerbesteuer für Bayerns Kommunen
Die kommunalen Steuereinnahmen gingen im Jahr 2009 um fast 1,2 Milliarden Euro zurück auf unter 12 Milliarden Euro. Sie lagen damit um 8,8 Prozent unter dem Ergebnis des Jahres 2008. Auch der Lohn- und Einkommensteueranteil fällt geringer aus.

In den Rathäusern im Landkreis (hier das in Markt Schwaben) ist nun guter Rat gefragt, wie die Einbrüche in den Steuereinnahmen aufgefangen werden sollen
Die Krise hat sie erreicht: Städte und Gemeinden müssen in nächster Zeit wohl mehr sparen. Denn gerade die sonst wichtigste Einnahmequelle, die Gewerbesteuer, sprudelte 2009 nicht mehr so stark. Gegenüber 2008 schrumpften die Netto-Einnahmen aus der Gewerbesteuer um fast eine Milliarde Euro (genau: 956,3 Millionen Euro) auf 4,7 Milliarden Euro. Das ist etwa ein Sechstel weniger, teilt das bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mit – und liegt damit unter dem Niveau des Anteils an der Lohn- und Einkommenssteuer. Die Einnahmen aus der Lohn- und Einkommensteuer sind allerdings ebenfalls zurückgegangen: um 4,6 Prozent auf etwa 5,2 Milliarden Euro.
Wie ein Tropfen auf den heißen Stein verdampfen da die Mehreinnahmen bei der Umsatzsteuer und den Grundsteuern A und B. Von diesen erhalten die Kommunen anteilig Geld. Beide Steuereinnahmearten stiegen um etwa zwei Prozent. Das beschert den Kommunen einen kleinen zusätzlichen Anteil von zirka 45 Millionen Euro.
Dafür gingen wiederum die übrigen Gemeindesteuern wie Hundesteuer und Zweitwohnungssteuer im Vergleich zu 2008 um 2,3 Millionen Euro auf 46,9 Millionen Euro zurück.
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