Poing und Markt Schwaben warten auf klare Aussagen zum S-Bahnausbau
Auf der gestrigen Verkehrskonferenz des Landkreises Erding in Dorfen ging es unter anderem um den zweigleisigen Ausbau der Strecke München-Mühldorf-Freilassing. Dabei wurden viele bereits bekannte Aussagen erneut vorgebracht. Trotz alledem sei die „Zielrichtung der Veranstaltung sicherlich nicht falsch“, teilte der SPD-Bundestagsabgeordnete Ewald Schurer aus Ebersberg mit, der ebenfalls an der Konferenz teilnahm. Immerhin versuchten die Teilnehmer, aus der bislang stagnierenden Situation konkrete Schritte für weitere Ausbaumaßnahmen aufzuzeigen oder diese zu fordern.
Nach Ansicht von Schurer kam die entscheidende Aussage der Veranstaltung vom bayerischen Wirtschafts- und Verkehrsminister Martin Zeil. Der Minister unterstrich in seiner kurzen Ansprache die Position von Ministerpräsident Horst Seehofer, wonach ein Bau der dritten Startbahn am Münchener Flughafen erst dann erfolgen könne, wenn für den Ringschluss der S-Bahn und für eine bessere Anbindung an die Landeshauptstadt München eine „komplett fertiggestellte Planung vorliegen würde“. Diese Voraussetzung sei, so der Minister, „ein absolut verlässliches Versprechen für die Flughafenregion“. Einen Zeitplan nannte Zeil allerdings nicht.
Der Ausbau der Bahnstrecke München-Mühldorf-Freilassing ist untrennbar mit dem Ausbau des Ringschlusses der S-Bahn verbunden. Das war auch den Aussagen von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer und Bayerns Wirtschafts- und Verkehrsminister Martin Zeil zu entnehmen. Schurer verwies auf der Bahnkonferenz auf die Tatsache, dass die Wachstumsgemeinden Poing und Markt Schwaben seit zwei Jahrzehnten auf klare Aussagen zum Bahnausbau zwischen München Ost und Markt Schwaben warten würden. Im Sinne einer vorausschauenden Ortsentwicklung in Poing und Markt Schwaben sei das nicht mehr hinnehmbar, sagte Schurer und forderte: „Bis spätestens 2015 zur Aufstellung des neuen Bundesverkehrswegeplans benötigen wir klare Aussagen und Planungen für die S-Bahn nach Markt Schwaben, die dann im Rahmen des Ringschlusses nach Erding führt.“ Außerdem sei die Viergleisigkeit bis Markt Schwaben auch deshalb nötig, weil für einen ausgebauten S-Bahn-Ringschluss nach Erding zwei separate S-Bahngleise benötigt würden. Und alleine mit zwei Gleisen sei ein erhöhter Güterverkehr aus dem südostoberbayerischen Chemiedreieck über Mühldorf und Markt Schwaben nach München nicht möglich.





