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Quote allein reicht nicht

Landkreis u. Region
3. März 2010

„Jetzt sind wir dran“ lautet das Motto der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) zum Weltfrauentag am Montag, den 8. März. Sie wollen den Männern in der Partei Druck machen. „Wir sehen, dass selbst in der SPD die Quote nicht gänzlich ernst genommen wird“, bemängelt AsF-Landesvorsitzende Landkreis-Betreuungsabgeordnete Adelheid Rupp. Frauen wären nicht mehr bereit gewesen, die SPD zu wählen. Das sei der traurige Schlusspunkt einer Entwicklung, in deren Verlauf die SPD „Hunderte von Mandaten und Zehntausende von Mitgliedern verloren hat“.


Adelheid Rupp, Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen, fordert inhaltliche, strategische und organisatorische Konsequenzen in der SPD

Der Erfolg der SPD hänge auch davon ab, wie realistisch man die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung analysiere und wie die Auswirkungen der eigenen Politik. Das müsse dann inhaltliche, strategische und organisatorische Konsequenzen haben, so Rupp. „Unsere Partei hat die weibliche Hälfte der Bevölkerung nicht ausreichend im Blick gehabt“, kritisiert sie die Ausrichtung der SPD.

Schade sei die Entwicklung nach Rupps Ansicht auch deshalb, weil die SPD früher am meisten zur Gleichstellung von Frauen beigetragen hätte. Gemeinsam wären frauenpolitische Visionen entwickelt und realisiert worden.

Daran will die AsF anknüpfen. Sie fordert gleichen Lohn für gleiche Arbeit, ein Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft, gleiche Karrierechancen und eine Quotierung von Aufsichtsräten. Nötig sei es, die Lebenssituation von Frauen zu verbessern und sie individuell zu fördern, sagt die Betreuungsabgeordnete. Daraus müsse die SPD eine konkrete Vision entwickeln und „ausgehend von der Vielfalt von Frauenbiografien die Lebenswirklichkeit von Frauen erkennen und akzeptieren“.


andere Beiträge zum Thema:
Rupp im AsF-Bundesvorstand - 16. Juni 2010
SPD soll mehr Frauenthemen anpacken  - 30. März 2010
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