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Kommentar: Udes Beitrag wenig hilfreich

Meinung / Leserpost
3. Juli 2008
von Albert Hingerl

Münchens Oberbürgermeister Christian Ude hat in einem Zeitungsartikel den südlichen Ringschluss der Bundesautobahn A 99 in Frage gestellt. Albert Hingerl, Bürgermeister von Poing nimmt dazu Stellung.


Albert Hingerl

Zum Artikel „Ude stellt Autobahnsüdring in Frage“ in der „Ebersberger SZ“ vom 26. Juni 2008, in dem Aussagen von Oberbürgermeister Christian Ude als neuer Vorsitzender des Regionalen Planungsverbandes zum Autobahnsüdring zitiert werden, ist folgendes festzustellen: Auf Initiative der Gemeinde Poing haben sich am 19. Februar 2002 die Anliegergemeinden der A 99 im Osten und Norden der Landeshauptstadt in Poing mit der Verkehrsproblematik befasst und in der sogenannten „Poinger Erklärung“ den südlichen Ringschluss der Bundesautobahn A 99 gefordert. Hintergrund dieser Forderung ist das hohe Verkehrsaufkommen und die Überlastung der A 99, die zu massiven Belastungen der Bürgerinnen und Bürger in dieser Region führt. Durch die Verkehrsbelastung des östlichen Autobahnringes werden nahezu alle Straßen in dessen Einzugsbereich überproportional mit Durchgangsverkehr belastet.

An dieser Situation hat sich seit dem Jahr 2002 nichts geändert, im Gegenteil, die Verkehrsbelastung ist weiter angestiegen.

Auch aus diesem Grund hat der Freistaat Bayern eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, um eine fundierte Analyse von genereller Machbarkeit und Nutzen des Projektes Südring zu erhalten. Objektive Daten und Fakten sind unverzichtbar, damit das Für und Wider der Maßnahme sachorientiert statt emotional und ideologisch erörtert werden kann.

Die betroffenen Gemeinden hoffen, mit dieser Machbarkeitsstudie eine vernünftige Grundlage für eine objektive Bewertung dieses wichtigen Straßenbauprojektes zu erhalten. Aus diesem Grund wurde von weiteren Aktivitäten der betroffenen Kommunen derzeit abgesehen.

Deshalb halten wir es für wenig hilfreich, die Realisierung dieses Projektes aus finanzieller und technischer Sicht in Frage zu stellen, bevor die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie überhaupt vorliegen.

Derartige Beiträge wie der von Christian Ude tragen sicher nicht zu einer Versachlichung der Diskussion bei. Sie werden auch den Belangen der Gemeinden sowie der Bürgerinnen und Bürger im Norden und Osten der A 99 nicht gerecht.


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