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Ein Jahr nach der Europawahl – was ist passiert?

Leserpost
8. Juni 2010
von Thomas Feuchter

„Billigen Populismus“ wirft der ehemalige Freie-Wähler-Europakandidat Thomas Feuchter aus Grafing der CSU vor angesichts deren Europawahl-Versprechen vom Mai 2009 nach mehr Bürgerbeteiligung in Deutschland.


„Wir wollen die Bürger bei wichtigen Fragen zu Europas Zukunft mit Volksabstimmungen stärker in die Entscheidung einbeziehen“, heißt es auf der dritten Seite des CSU-Europawahlprogramm 2009 vom Beschluss des CSU-Parteiausschusses vom 9. Mai 2009. In dem damaligen CSU-Wahlversprechen nach mehr Bürgerbeteiligung in Deutschland sehe ich nichts weiter als billigen Populismus.

Da es auf Bundesebene bisher keine Volksabstimmungen gibt, müsste erst eine Grundgesetzänderung durchgeführt werden. Ich habe nach der Europawahl keine Aktivitäten der CSU bemerkt, dies anzustoßen.

Die CSU soll diesbezüglich also erst einmal einen Antrag auf Bundesebene einbringen, bevor sie in Bayern die Wähler verschaukeln. In Wahrheit halten sie es nämlich wie beim von der CSU abgelehnten Volksbegehren zum Transrapid, wo es hieß: „Wo wären wir da hingekommen, wenn wir immer das Volk gefragt hätten!“ Die Leute müssen bei so weit reichenden Entscheidungen, wie sie von der EU ständig kommen, mit einbezogen werden, sonst braucht man sich nicht zu wundern, dass das Projekt Europa immer weniger Begeisterung auslöst.


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