Wird die Schachunion nach unten in die Kreisliga durchgereicht?
Der Regionalligaabsteiger Schachunion Ebersberg-Grafing hat in der Bezirksliga Oberbayern erneut das Abstiegsgespenst im Nacken. Beim Tabellenzweiten SK Ingolstadt II erlitten die Landkreis-Sportler am vergangenen Sonntag eine herbe 2,5:5,5-Schlappe.
Mit nunmehr 5:9 Punkten bei zwei noch ausstehenden Begegnungen liegt die Schachunion zwar auf dem viertletzten Platz, aber nur zwei Punkte von den Abstiegsrängen entfernt. Insgesamt steigen drei Teams ab. Die Schachunion spielt noch gegen die beiden Tabellenletzten, hat es also allerdings selbst in der Hand, mit zwei Siegen gegen nominell schwächere Gegner den Klassenerhalt zu retten.
An den acht Brettern setzte es in Ingolstadt fünf Niederlagen, Nur Ulrich Zenker und Georg Schweiger konnten an den beiden Spitzenbrettern gewinnen. In einer Glanzpartie opferte Zenker an Brett eins eine Figur und überspielte seinen Gegner mit einem konsequenten und unwiderstehlichen Angriff; er lähmte und zerlegte anschließend desssen Stellung geradezu lehrbuchmäßig. In der längsten Partie konnte Schweiger nach einem komplizierten Kampf mit seinen Mehrbauern im Turmendspiel schließlich klar gewinnen.
Christian Krause remisierte an Brett vier. An den drei hinteren Brettern zeichneten sich hingegen schon früh Niederlagen ab, jeweils gegen von der Wertungszahl her überlegene Ingolstädter. Johannes Einzinger, Ludwig Stangl und Frank Bauer mussten schließlich kapitulieren.
Noch war die Schachunion nicht verloren. Jugendspieler Sebastian Kirsch an Brett fünf hatte mannschaftsdienlich das angebotene Remis abgelehnt; doch er griff später in Zeitnot fehl. Und Arthur Gil wurde in einer unklaren Stellung seine knappe Bedenkzeit zum Verhängnis.
In den beiden letzten Runden wird die Entscheidung um den Abstieg in der direkten Auseinandersetzung mit den Schlusslichtern Bad Aibling und Neuburg fallen. Am 21. März empfängt die Schachunion den Tabellenletzten Bad Aibling.
- zusätzliche Informationen:
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