Nach altem Vorbild
Ein Naturschutzprojekt, das die Artenvielfalt und Biodiversität fördern soll, haben das Betreuungszentrum Steinhöring und die untere Naturschutzbehörde im Landratsamt beendet. Auf einem Grundstück des Betreuungszentrums an der Ebrach wurden zunächst Bäume gepflanzt und dann der Uferbereich zur Ebrach hin abgeflacht, um dem Bachbett so die bisherige starre Eingrenzung zu nehmen. Vorlage dafür war der ursprüngliche Bachverlauf nach Urkatastern aus dem Jahr 1830.
„Bei den Baggerarbeiten sind Überreste einer alten Straße in Form von großen Nagelfluh-Steinen gefunden worden“, berichtet Martina Lietsch von der Naturschutzbehörde, die das Projekt betreut hat. Um die Relikte vergangener Zeiten zu erhalten, wurde das Gesteinsmaterial in den Bachverlauf mit eingebaut.
Die nun entstehenden wechselfeuchten Senken werden in Zukunft nur noch ein- bis zweimal jährlich gemäht und nicht mehr gedüngt. „Durch die Ansaat einer standorttypischen Samenmischung wird eine artenreiche Wiesenfläche entstehen, die verschiedensten Tierarten wie beispielsweise dem Weißstorch, Amphibien und vielen Insektenarten als Lebensraum und Nahrungshabitat dienen soll“, hofft Lietsch. Generell begrüße und fördere die Naturschutzbehörde Projekte wie dieses, weil damit wichtige Trittsteinbiotope für die heimische Flora und Fauna geschaffen werden könnten, erklärt die Fachwirtin für Naturschutz.






