Schüsse auf dem Volksfest
Wie die Polizei erst drei Tage nach Ende des Vaterstettener Volksfests mitteilt, gab es dort letztes Wochenende in der Nacht von Freitag auf Samstag eine Schießerei. Dabei wurde ein aus Russland stammender Monteur durch die Hand geschossen und anschließend noch mit einer Mistgabel im Gesicht schwer verletzt. Die zwei Täter entkamen unerkannt.
Das Bierzelt war schon geschlossen, als sich eine Gruppe junger Menschen kurz nach Mitternacht auf einer Grünfläche neben dem Volksfestplatz zu einem Plausch niederließ. Kurz darauf kamen drei aus Russland stammende Monteure hinzu. Nach anfänglicher gemütlicher Unterhaltung kam es zu Unstimmigkeiten. Ein etwa 20 bis 25 Jahre alter Mann holte daraufhin eine Pistole aus seinem Auto. Mit vorgehaltener Waffe zwang er die drei Monteure bis zur Ecke Ecke von Johann-Sebastian-Bach- und Carl-Orff-Straße. Per Handy rief er Freunde herbei. Als der Mann einen Moment unachtsam war, versuchte einer der Monteure die Waffe mit einer Hand zur Seite wegzudrücken. Daraufhin gab der Mann drei Schüsse ab, einer davon durchschlug die rechte Hand des Monteurs.
In der Zwischenzeit trafen die per Handy alarmierten Freunde ein. Einer von ihnen, ein etwa 23 bis 25 Jahre alter Mann, hatte eine Mistgabel dabei. Mit der fügte er dem Angeschossenen noch weitere erhebliche Verletzungen im Gesicht zu. Die drei Monteure flüchteten daraufhin in verschiedene Richtungen; so konnte Schlimmeres verhindert werden. Der Verletzte wurde ins Klinikum Rechts der Isar gebracht und dort behandelt.
Die beiden Haupttäter entkamen unerkannt. Sie werden wie folgt beschrieben: Der Schütze ist etwa 20 bis 25 Jahre alt, ungefähr 1,80 Meter groß, mit kräftiger Statur. Er trug blonde Haare mit auffälliger Frisur, vorne kurz gehalten und hinten nackenlang. Er hatte weder Brille noch Bart und sprach Deutsch, benutzte jedoch polnische Schimpfwörter. Laut eigenen Angaben sei er Kampfsportler oder Kickboxer. Bekleidet war er mit einem kariertem Kurzarmhemd und kurzer Dreiviertel-langer Hose. Der 23 bis 25 Jahre alte Mann sei ein südländischer Typ, etwa 1,65 Meter groß mit kräftiger Statur und breiten Schultern. Er trug kurze, dunkle Haare und auffällig bis zum Unterkiefer gezogene, schmale Koteletten. Bekleidet war er mit dunklem Hemd und kurzer Hose.
Wer im fraglichen Zeitraum Schüsse gehört oder verdächtige Wahrnehmungen gemacht hat, möge seine Hinweise der Kriminalpolizei in Erding unter (0 81 22) 96 80 mitteilen. In dem Zusammenhang werden auch zwei etwa 17- bis 18-jährige Mädchen als Zeuginnen gesucht, die bei dem Streit am Rand des Volksfestplatzes waren, und Özlem beziehungsweise Lara oder Laura gerufen werden.
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